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Dieter Villinger hat sich in den vergangenen Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens einen Namen im Bereich der monochromen Malerei gemacht. Seine häufig dem Quadrat angenäherten Formate tragen durchwegs als Titel den Namen derjenigen Farbpigmente, in denen sie gemalt sind. Meist entstehen sie aus einem einzigen Pigment, so zum Beispiel „Berlinerblau, Zinoberrot, Scotchlite Zinkweiß, Laque Solferino, Alizarinviolett, immer wieder mischt sich das Monochrome aber auch aus mehreren Farbpigmenten in einem einzigen Bild, wie z.B. in „Kobaltgrün-Zinkweiß-Indischgelb“.

Dabei gelingt es Dieter Villinger, durch einen langwierigen Prozess der Erfahrungssuche nach der Wirkung eines jedes einzelnen Farbtons, diejenigen Arbeiten, welche monochrom aus einem Farbpigment gestaltet wurden, nicht monochrom wirken zu lassen, sondern lebendig in der Schattierung, mit Tiefe im Zentrum und leuchtend in der Reflexion. Gleichsam wirken Arbeiten, die aus mehreren übereinander geschichteten Farbtönen aufgebaut sind, weniger poly-, als letztlich  eher monochrom.

Beide Effekte sind seinem ungewöhnlichen Malprozess geschuldet, in dem das pure Farbpigment in unterschiedlich viskose Trägerstoffe eingemischt zur gestischen Masse wird. Diese wird weniger mit feinem Pinselstrich, als vielmehr mit groben Bürsten und besenartig breiten Quasten in rhythmischen Hin- und Herbewegungen auf die Leinwand aufgetragen. Diese Bewegungen hinterlassen Spuren: Furchen und wellenartig sich abwechselnde Erhebungen und Vertiefungen – Strukturen, deren Entstehung zufällig und doch gezielt forciert sind und die in ihrer Rhythmuslosigkeit rhythmisch wirken. In dieser dreidimensionalen Strukturierung wird Farbe zum eigentlichen Bildgegenstand, nicht motivisch, sondern materiell; Die jeweiligen Pigmente entwickelt durch den Prozess der Verdünnung und Verdichtung, der Überlagerung und Verteilung ihre eigene Dynamik. Die Reflektion des Lichtes ist an jeder Stelle des Bildes unterschiedlich. Sie ermöglicht die Wiedergabe einer Vielfalt von Farbnuancen desselben Pigmentes und bringt die eigentlich monochrome Fläche zum Vibrieren und Leuchten.



Dieter Villinger wurde 1947 in Bad Bergzabern geboren und lebt und arbeitet seit seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste in München. Er war Meisterschüler von Günter Fruhtrunk und setzt sich seitdem mit monochromer Malerie auseinander. Lnage selbst zurückhaltend mit Ausstellungsaktivitäten hatte er seinen Durchbruch in den frühen 80-ziger Jahren in Günter Umbergs „Raum für Malerei“ in Köln. Seither wurden seine Arbeiten in 50 Einzel- und annähernd 100 Gruppen- und Themenausstellungen in Galerien und Museen in Deutschland und im Ausland gezeigt und sind in zahlreichen öffentlichen und private Sammlungen repräsentiert. Hierzu zählt die Bayerische Staatsgemäldesammlungen und Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, Sammlung der Bundesrepublik Deutschland, Berlin, Daimler Art Collection, Stuttgart, Kunstsammlung Baden-Württemberg, Stuttgart, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen,  Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen, Museum für konkrete Kunst, Ingolstadt, Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, Sammlung der Stadt Köln, Schauwerk Sindelfingen, u.a..



Upcoming show: Christian Jaramillo- „La Audiencia“ opening on September, 12th, 2018.

bis 31. Juli 2018

Braun-Falco Galerie   |   Nymphenburger Str. 22   |   80335 München   |   T 089-57949774-1   |   info@braunfalco.com

Impressum

Dieter Villinger

non-monochrome monochromes

installation view  

Dieter Villinger    „non-monochrome monochromes“

Die Braun-Falco Galerie freut sich, Ihnen die 50. Einzelausstellung von Dieter Villinger und die erste des in München lebenden Künstlers in unseren Räumen präsentieren zu können.